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Viele Beteiligungsprozesse in Deutschland dienen lediglich der nachträglichen Legitimierung längst getroffener Entscheidungen. Sie sollen Akzeptanz schaffen, aber nicht wirklich beteiligen. Manche sind auch reine PR-Maßnahmen wie zum Beispiel die geskripteten “Kanlzerinnendialoge”. Die Idee der beteiligung wird so beschädigt. Viele Bürger reagieren deshalb sehr ablehnend auf Beteiligunsgangebote, auch auf ernstgemeinte. Ein ThinkTank sollte nicht nur Kriterien entwickeln, anhand derer man rasch erkennen kann, ob eine Beteiligung ernst gemeint und wirksam ist. Er sollte sicha uch nicht scheuen, Scheinbeteiligung offen zu kritisieren und zu dokumentieren. Das macht nicht nur Freunde, aber ist wichtig.


Ein Vorschlag von Meike Schweisfurth